Freitag, 30. Dezember 2011

Erste Schritte zur Lärmbekämpfung auf der B 312/313 in Lichtenstein?

Wer kann mir noch mitteilen, in welchen Orten Baden-Württembergs die 30 er Zone auf Bundesstraßen eingerrichtet wurde?
Unser BW Verkehrsminister befürwortet  ja so was.
Ich kenn die Situation in Kirchhausen auf der B 39 (bei Heilbronn, dort ist Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt Fakt. 

Zahlen aus dem Kommentar
Friedrichhafen B31 westteil von 22-6 Uhr 30 kmh

Fischbach am B. B31 auch von 22- 6 Uhr 30kmh,in beiden fällen durch neue Blitzer überwacht.Die
Zwischenstrecke wurde von 70 auf50kmh gedrosselt aus Lärmschutzgründen.
Vor 24 Jahren!! Ebnet bei Freiburg B31 Pförtner-
ampel + 30kmh durch den Ort.Dort hat man inzwischen eine hervorragende Ortsumgehung.Von Freiburg B3 wurde im GEA berichtet,daß Zeitschaltuhren nach Umstellung von Sommer- auf Winterzeit nicht richtig eingestellt waren,dadurch mußten etliche Bußgeldbescheide zurückgezogen werden.Also gilt dort auch Tempo 30 bei Nacht

In der Gemeinde Offenau bei Bad Wimpfen wurde vor 2Jahren vom Umweltamt Tempo 30 angeortnet,da die gemessenen Werte bei Tag und Nacht zu hoch waren.Es handelt sich um die B 27






Donnerstag, 29. Dezember 2011

Lärmgrenzwerte in Lichtenstein

Ohmenhausen
Seit Sommer gilt die Tempo – 30 -Regelung auf der Ortsdurchfahrt - genauer: auf dem etwa 600 Meter langen Abschnitt zwischen Nägelestraße und Dahlienweg.
Der Grund: Dort waren die Lärmwerte höher als von der EU erlaubt, was Stadt und Regierungspräsidium zu der ungewöhnlichen Maßnahme veranlasste.

Ohmenhausen ist die einzige Kommune in Baden-Württemberg in der auf einer viel befahrenen Landesstraße nachts und auch tagsüber Tempo 30 gilt.

So der GEA vom 28.12.2011


Was hat das mit Lichtenstein zu tun?

Im Rahmen der Umgebungslärmkartierung Stufe 1 wurden in Baden-Württemberg über 950 Lärmkarten erstellt.
Diese umfassen die Umgebung der am stärksten befahrenen Straßen des Landes (Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Mio Kfz/Jahr) mit einer Gesamtlänge von über 2300 km, die von der LUBW kartiert wurden.

„Die EU verlangt, daß ab 2008 die national gültigen Lärmgrenzen eingehalten werden." In Deutschland regelt dies das Bundesimmissionsschutz-Gesetz..

So ist für Wohngebiete ein Lärmgrenzwert von 59 Dezibel (db-A) am Tag und 49 Dezibel in der Nacht gefordert.

Und welche Werte haben wir in der Wilhelm- und Friedrich-List-Straße?

Ob Tag oder Nacht, bei uns sind die Werte viel zu hoch!

Schauen Sie doch einfach ins Internet:

http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/19330/

dann erscheint: Umgebungskartierung

dann: Kartierungsergebnisse

dann: Hauptverkehrsstraßen

dann: Gemeindeliste Straßenlärm LDEN  - Lichtenstein

und dann: Gemeindeliste Straßenlärm LNight - Lichtenstein


Hier muß endlich Abhilfe geschaffen werden! Bis die „Umgehungsstraße“ kommt dauert es zu lange.

Die Anwohner warten schon lange darauf !

Dienstag, 27. Dezember 2011

Wissen das die Herren Kunze und Bild?






















So sieht es heute aus

Hallo Albaufstiegsintressierte,


die letzthin in der Lichtensteinhalle von Vertretern des Regierungspräsidiums (RP) so gepriesene neue Variante 1b ist nun eine abgespeckte Deckeltrasse. Ausser dem Scheiteltunnel „auf der Schanz“ bietet sie verkehrlich eine wesentliche Verschlechterung, denn die dreispurige Steilstrecke zwischen dem Tunnelende in Oberhausen und der Albhochfläche wurde auf eine zweispurige reduziert. Angeblich kann wg. der Erhaltung der Zahnradbahntrasse keine dritte Fahrspur gebaut werden, das hieße daß vom Ortseingang Unterhausen bis zum Ortsende Engstingen (8km) auf der B312/313 keine Überholmöglichkeit bestünde.

Die schon immer bestehenden Nachteile dieser Variante bleiben uns auch mit den vorgenommenen Änderungen weiterhin erhalten:

 Ausserhalb des (angeblich**) 1,9km langen Deckels eine Lärmausbreitung im ganzen Tal, zusätzlich verstärkt durch die Hochlage der 8%-Steilstrecke.
** angeblich deshalb, wenn wir bei Google messen sind es nur ca. 1,6 km Tunnellänge

 Abgase weiterhin im ganzen Tal, auch im Tunnelbereich über die Entlüftung/Notausstiege

 8%-Steilstrecke zwischen dem Tunnelende (beim Amselweg) und der Einmündung in die alte Steige am heutigen 2. Ranken. Jetzt allerdings auf einem frostanfälligen Viadukt. Hier sind Unfälle vorprogrammiert, denn selbst in Neustadt/Schwarzwald wurde eine Brückenheizung trotz massiver Proteste nicht eingebaut. Ein ausser Kontrolle geratener Lkw stürzte dort nur knapp nicht hinunter.

 Keine Überholmöglichkeit auf der gesamten Neubaustrecke und auf der B312/313-Weiterführung bis zum Ortsende Engstingen (8km), somit ist der verkehrliche Nutzen deutlich gemindert. Die Holzelfinger Steige würde weiterhin als Ausweichroute stark genutzt werden.

 Die ursprünglich vorgesehene 3. Spur würde den Kostenvergleich zu den Alternativtrassen deutlich verschlechtern, jetzt muß die Stadtbahn als Begründung für diese „Kostenoptimierung“ herhalten.
 Gefährdung der Trinkwasserquellen.

Die vom RP dargestellte Möglichkeit, im Falle der Quellenschädigung auf Bodenseewasser auszuweichen halte ich für zynisch. Da hängen jetzt schon 4 Millionen Menschen dran.

Unser Trinkwasser ist um ein vielfaches wichtiger als ein „verkehrsgünstiger“ Albaufstieg!

Sowohl im Landschafts- als auch im Trinkwasserschutz wurde durch die „Anpassung“ nichts erreicht und verkehrlich wurde die 1 jetzt auch noch verschlechtert.

Durch den Entfall der Abwärtsfahrspur auf der Zahnradbahntrasse und den Viadukt, werden zwar massive Eingriffe in den Steilabhang der Alb vermieden aber der Viadukt selber, er beginnt im Gewand Neubronnen oberhalb des Bahnhof Honau, und führt oberhalb der Honauer Hauffstrasse zum 2. Ranken, ist mit Sicherheit nicht besser für unser einmaliges Landschaftsbild des oberen Echaztales.

Habe das mal anhand der vom Regierungspräsidium veröffentlichten Zeichnungen versucht bildlich darzustellen.

Die herrliche „Grundlage“ dazu stammt von unserem Heimatfotografen Rainer Hipp.

Michael Staiger


Liebe Honauer, wollt Ihr das wirklich?
Wir Hausemer nicht!

Gelb die Regionalstadtbahn oder Zahnradbahn!

Montag, 26. Dezember 2011

Zum Leserbrief 24.12.2001 im GEA


>>Sollten uns nicht über die Transparenz beschweren<<

Herr Huber hat doch recht!

Das was uns vorgeführt wurde ist doch ein alter Hut. Das RP hat mit dieser Präsentation keine neuen Zahlen und Fakten benannt; doch aus DM wurde Euro.

Schon vor 30 Jahren hat man uns in der Lichtensteinhalle das Gleiche vorgetragen.

Was soll da noch an Transparenz neu hinzugekommen sein?

„Über 30 Jahre“ Versprechen!

Namen sind Schall und Rauch!

Schon viele Versprechungen, angefangen von den Verkehrsministern Dr. Volker Hauff, Jürgen Warnke und Manfred Stolpe; den Regierungspräsidenten Dr. Max Gögler, Hubert Wickert, heute Hermann Strampfer; den Mitarbeitern des RP Willy Junginger, Richard Bendeich, damals (1989) wie heute Ulrich Kunze, Josef Bild, ihn habe ich bei der letzten Präsentation vermißt. Ein Herr Kopp fällt mir da noch ein.
„Partner“ hatten wir schon viele und wenn wir tatsächlich mal an der Reihe sein sollten, gibt es wieder neue Gesichter.
Der jetzige BW Verkehrsminister H. will von der ganzen Sache gar nichts wissen. Sein lapidarer Rat: stellt doch Blumenkübel auf die B 312.

Kennt der derzeitige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer unser Problem? Dieser hat bereits Gelder gestrichen, für Vorhaben die bereits in der Planung sind, von der wir noch Lichtjahre entfernt sind.

Es wird bestimmt weitere 30 Jahre dauern bis wir vielleicht eine „Umgehung“ haben, eine „Ortsumgehung“ brauchen wir und keine „Deckeltrasse“!

Herr Huber, als auch ich kennen diese Diskussion schon über 30 Jahre, damit sind wir „alt“ geworden.

1981 als man noch über die Arbachtrasse sprach, war die vom RP vorgeschlagene Trasse 1 schon durchgefallen - „Der Plan an der Wand gefiel damals den Lichtensteinern nicht“.

Schön, dass es sie gibt die neue „Bürgerinitiative“, denn die Jahre zuvor wurde vergessen was zu unternehmen, es wurde von seitens der Landesregierung auch vergessen unseren Bedarf nach Berlin zu melden. 1990 gab’s den Arbeitskreis „Albaufstieg“, ein Vorläufer der heutigen „Bürgerinitiative“. Er hat leider damals schon kein „Gehör“ gefunden.

Schon im Januar 1990 sprach man von einem Rätebeschluß oder gar einem Bürgerentscheid. Der Rat hat dann 1997 entschieden, gilt diese damalige Einigkeit der „Lichtensteiner“ nicht mehr? Der Großteil der Lichtensteiner Bürger würde heute wie damals die „Deckeltrasse“ nicht für gut finden.

Eins ist doch klar: mit der 1b haben wir weiterhin 100 % Verkehr im Echaztal; und den gleichen Anteil an CO2, das ist Realität! Ob die Zahlen der Verkehrsreduzierung, die uns benannt wurden, heute überhaupt noch Bestand haben ist sehr fraglich.

Erst diese Woche zweifelte Frau BM Barbara Bosch an den Planungen der Dietwegtrasse aus dem Jahre 1970; ist denn der uns gemachte „alte“ Vorschlag noch relevant?

Baulärm und Verkehrsbehinderung während der Bauphase: Belästigt werden die Anwohner von der Wilhelmstraße 178 bis 16, in der Bahnhofstraße, der Allee, Richard-Burkhardt-Straße, Karl-Rehm-Straße, Bleiche, Panoramastraße und der Elfengrottestraße. Nur mal die wichtigsten zu nennen. Es gibt Menschen, die regen sich jetzt schon auf, sollte vor ihrem Haus einmal gebaut werden.

So sieht es dann entlang der B 312 aus

 Zum Thema Wasser und Beschaffenheit des Talgrundes ist schon vieles gesagt worden das benötigt keiner Wiederholung oder kann in diesem Blog nachgeschlagen werden.

Auf jeden Fall hat die Mehrheit der Lichtensteiner am 10. November vom RP mehr und neuere Information erwartet.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Original des Leserbriefs GEA 24.12.2011 von Herrn Gerd Recht zum Veröffentlichen erhalten


Zum Leserbrief von Herrn Klaus Huber im GEA vom 17. Dez. 2011

ALBAUFSTIEG : Polemik gegen sachliche Information

Vorweg : der Leserbrief von Herrn Huber ist an Zynismus, Heuchelei, Unterstellungen und Verleumdungen nicht zu überbieten !!

Das musste erst einmal raus - doch jetzt zur Sache : Herr Huber bedankt sich zunächst beim RP Tübingen dafür, dass man mit Herrn Kunze einen seiner „besten Beamten“ zur Präsentation der aktualisierten Trassenbewertungen für einen neuen Albaufstieg in die Lichtensteinhalle nach Unterhausen geschickt habe, der einen „sehr detaillierten Bericht“ vorgetragen habe, um dann direkt im nächsten Satz Herrn Kunze zu bezichtigen, das „Handwerk des Verwirrspiels bestens zu beherrschen“, „nicht Klartext zu sprechen“ und „aufgeführte Fakten eindeutig zu manipulieren“. Abgesehen davon, dass Herr Huber nicht ein einziges Beispiel für diese angeblich manipulierten Fakten aufgeführt hat, ist es einfach ungeheuerlich, einem Beamten so etwas zu unterstellen.

Richtig dagegen ist : wir Lichtensteiner können froh sein, dass das RP Tübingen dem Auftrag unserer ehemaligen Verkehrsministerin Frau Gönner nachgekommen ist und den Bürgern diese aktualisierte Trassenbewertung präsentiert hat. Unser heutiger Verkehrsminister Herr Hermann hätte einen solchen Auftrag sicher nicht an das RP vergeben, weil der Albaufstieg nicht in seine ideologisierte Verkehrspolitik passt. Wir Bürger fordern immer wieder von der Politik mehr Information und Transparenz. Dann sollte man sich auch nicht - wie Herr Huber - beschweren, wenn diese ausführliche Information mal 2 Stunden dauert. Und wer durch diese angebliche „Aufdröselung“ und „Power-Point-Schlacht völlig erschlagen“ war, kann ja in der Vollausgabe des Gemeindeblatts vom 19. Nov. noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Präsentation nachlesen. Auf der Internetseite der Gemeinde www.gemeinde-lichtenstein.de ist der umfassende Erläuterungsbericht des Regierungspräsidiums unter der Rubrik „Gemeinde“ zu finden.

Gemäss Herrn Huber wurde bei der „Darstellung der Verkehrsflüsse bewusst einiges verschleiert und nicht die Entlastung der Variante 7 dargestellt“. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch ! Herr Kunze hat für alle Varianten die Verkehrswirksamkeit dargestellt : für die 7c beträgt die Verkehrsreduzierung 63% - für eine 1er oder 5er Trasse dagegen 78 bzw. 76% ; dafür aber ist die 7c mit veranschlagten € 235 Mio ca. doppelt so teuer wie die Trassen 1b oder 3 . Wer weiterhin fordert, dass der Gemeinderat und der Landrat sich für die Durchsetzung der 7c einsetzen sollten, argumentiert an der Realität vorbei. Wir haben den Beschluss zur 7c seit über 10 Jahren, und wohin hat er uns gebracht ?? Aufs Abstellgleis - unbeachtet im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans !!

Das RP hat mit dieser Präsentation ganz bestimmt nicht „den Bürgern in Lichtenstein seinen Willen aufzwingen“ wollen, sondern hat mit den vorgetragenen Zahlen und Fakten die Grundlage für Beschlüsse des Gemeinderat geschaffen, um in Zukunft bei der Durchsetzung eines neuen Albaufstiegs berücksichtigt werden zu können.

Nein, diese Veranstaltung war genau die ausführliche Information, für die ich mich im Rahmen der Bürgerinitiative Albaufstieg Lichtenstein immer eingesetzt habe. Was wir jetzt brauchen ist eine Diskussionsplattform, wo die Bürger Meinungen und Argumente zum Albaufstieg austauschen können. Dort kann dann auch Herr Huber - solange er sachlich bleibt - seine Bedenken wegen der Wasserquellen vortragen.

Polemik ist niemals zielführend und kann der Sache nur schaden. Herr Kunze und damit das RP Tübingen sind nicht Gegner sondern unsere Partner bei der Durchsetzung eines neuen Albaufstiegs !

Gerd Recht, Lichtenstein

Freitag, 23. Dezember 2011

Donnerstag, 22. Dezember 2011

LKW-Fahrverbot illegal ?

Wenn das so ist, werden wir den LKW Verkehr nie aus unserem Echaztal bekommen.

>>Urteil - Europäischer Gerichtshof erklärt Fahrverbot für Lastwagen mit bestimmten Gütern für
unrechtsmäßig<<, so auf der Inntal-Autobahn zwischen Österreich und Italien.

Sollten wir es schaffen, noch bevor die Ortsumgehung kommt, den Schwerlastverkehr aus dem Tal zu verbannen (Die Frage ist allerdings: wohin damit?), wird uns der Europäische Gerichtshof dies verbieten.

Wenn wir doch nur die Mautfrevler mal aus dem Tal hätten, oder eben wie auf anderen Bundesstraßen in Baden-Württemberg wir die 30 er Zone in der Ortdurchfahrt einführen könnten. Die LKW's würden andere Wege suchen. Oder auch nicht!

Sicherlich das St. Floriansmodell!

Wir müssen was tun! Denn das Leben hier an der Bundesstraße B 312/313 ist nicht mehr lebenswert.

Montag, 19. Dezember 2011

Leserbrief von Herrn Huber, Lichtenstein


>>Das Verwirrspiel bestens beherrscht<<


Zu aller erst möchte ich dem Vertreter des Regierungspräsidiums Tübingen über den sehr detaillierten Bericht zu den verschiedenen Varianten danken. Eine so detaillierte Aufdröselung war für diese Informationsveranstaltung sehr übertrieben, aber das RP schickte einen seiner besten Beamten, der das Handwerk des Verwirrspiels bestens beherrschte. Klartext wurde an dieser Stelle nicht gesprochen, sondern dem Bürger wurden möglichst viele Fakten um die Ohren hauen, sodass dieser am Ende der über zwei Stunden dauernden Powerpoint-Schlacht völlig erschlagen war. Die in der Folienschlacht aufgeführten Fakten waren eindeutig manipuliert, sodass der neutrale Betrachter nur für die Variante l stimmen kann, sei es vonseiten der Kosten, die bei den Erdbewegungen auf drei Euro genau berechnet wurden, als auch bei der Streckenlänge. Die Nachteile wurden lapidar mit ein, zwei Nebensätzen abgehandelt und kaum bewertet. Dabei ist eines für alle, die hier wohnen, wichtig, der Verkehr und damit die Lärm- und Schadstoffbelastung müssen geringer werden, was mit der Variante l nie und nimmer der Fall sein wird. Bei der Darstellung der Verkehrsflüsse wurde bewusst einiges verschleiert und nicht die Entlastung durch Variante 7 dargestellt. Die Tatsache, dass wir unsere Quellen verlieren werden, wird als unbedeutend eingestuft, dabei sind es nicht nur die Lichtensteiner, die das Wasser trinken, sondern weitaus mehr. Wir machen uns ganz abhängig von der Bodenseewasserversorgung, wer weis, wie lange diese noch standhält. Die Kosten wurden dabei sehr wohlwollend nach unten korrigiert. Der Trend geht doch in Richtung Dezentralisierung. Ich dachte, wir den-ken um, sei es bei der Energieversorgung als auch beim Wasser. Dabei wird sauberes Trinkwasser in naher Zukunft das wichtigste Gut sein, das wir haben, und deshalb sind wir es nachfolgenden Generationen schuldig, unser Wasser nicht leichtsinnig aufs Spiel zu setzen.

Das RP will den Bürgern in Lichtenstein seinen Willen aufzwingen und hat mit dem neuen Bürgermeister einen Mitstreiter gefunden. Dabei sollte einer, der früher im Umweltamt gearbeitet hat, es eigentlich besser wissen.

Die mögliche Gefährdung des Karstwassers, die vom RP so hervorgehoben wird, ist unbegründet, da in einer solchen Hanglage die unterirdischen Wasserströme ihren Weg ins Tal immer finden. Dabei ist die Umgehungsstraße so weit von der Quellfassung entfernt, dass dies nicht der Fall ist, dies wurde auch falsch in dem Artikel vom GEA dargestellt. Des Weiteren wurde auf die Schutzgebiete um die Gemeinde und die Streuobstbäume hingewiesen, sind wir Menschen nicht schützenswert? Bei genauerem Betrachten der Schutzgebiete bedeutet dies, dass die Straße am Rand des Schutzgebietes im Tunnel verschwindet und somit die Natur oben drü-ber nicht tangiert.

Nach der Frage der Einschränkungen während der Bauzeit wurden die Tatsachen auch nicht richtig dargestellt, zum einen müssen die Erdmassen abgefahren werden und das Baumaterial heran, und zum anderen gibt es auch einen Kreuzungsbereich der jetzigen und der neuen Trasse. Wer damals die Baumaßnahmen in Pfullingen beobachtet hat, sah auch, welche Breite die offene Tunnelbauweise benötigt, da werden wohl einige Häuser im Weg stehen.

Die Aussage des RP-Vertreters, der Variante l zuzustimmen und dann warten, was geplant wird, da man sich eh noch einmal anders besinnen wird, ist sehr weit von der Wahrheit entfernt. Ich hoffe nur, dass die frühere Entscheidung des Gemeinderats für die Variante 7 aufrechterhalten wird. Ebenso erwarte ich vom Landrat, hier deutlich die Interessen der Bürger zu vertreten und nicht passiv nur danebenzusitzen.

Huber, Lichtenstein

Mit Genehmigung von Herrn Huber

Sonntag, 18. Dezember 2011

Bin heute durch Herbertingen gefahren.....

.....hab mich an ein Mail vom 18.10.2009 erinnert:

Also kämpfen wir doch gemeinsam "Trassenneutral" zunächst mal, möglichst schnell, für das Planungsrecht, dann hoffentlich Einzug in den "Vordringlichen Bedarf" und dann Planfeststellungsverfahren mit dem Ergebnis Planfeststellungsbeschluss (mit allen dazu notwendigen Untersuchungen, Gutachten und dgl.)


Wie hat mir ein erfahrener, langjähriger Verkehrsplaner, nicht aus Baden-Württemberg, sondern aus einem "mit Straßen besser versehenen Bundesland", den Rat gegeben:

IM MOMENT KÖNNT IHR NUR "RABATZ" MACHEN.....!!
 
Also los!
 
In Herbertingen war das immer Freitags!

Samstag, 17. Dezember 2011

Herr Huber hat recht!

Siehe Leserbrief am heutigen Samstag im GEA Seite 32; ich werd' ihn noch fragen, ob ich den hier im BLOG veröffentlichen darf.
Der Gemeinderat hat sich bereits 1997 entschieden; ist zwar schon lange her, dieser Beschluss ist noch nicht verworfen worden. Darf auch der BM nicht umbiegen.
Benötigen wir vielleicht auch die Unterstützung vom BUND? Er muss ein Tier finden das den Bau der Deckeltrasse verhindert - "Kellerasseln oder Fledermäuse", die sich in unseren Höhlen aufhalten?
Benötigen wir vielleicht auch ein Quell- und Grundwassermagement?
Oder gar auch einen Stresstest?
Was sagen eigendlich die "Bürger", vor allem die, die an der Straße, oder später an der Großbaustelle wohnen?

Hallo - aufwachen!

"Bürgerentscheid" ? Bringt auch nichts: Das RP hat sich doch bereits entschieden! Damals und auch heute!
Jetzt nachdem Herr Ramsauer die Gelder gekürzt hat, haben wir noch viel Zeit die richtige Trasse zu finden. Unser BW-Verkehrsminister setzt auf ein Radwegenetz, setzt auf seine B 27 und wird uns im Echaztal vergessen.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Schieber auf!

Erst gestern wurde mir von einem älteren Herrn berichtet:

 Wenn die Firma Burckhardt den Bleichprozess beendet hatte, hieß es "Schieber auf" und dieses Abwasser ging die Tiefen (nicht in die Echaz), ja in die Tiefen unseres durchlöcherten Tales. Es fand dort einen Weg! Vielleicht auch in die ehemaligen Höhlen unter unserem Rathaus.

Da hatte viel Platz!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Vor 30 Jahren....

....war unter Pseudonym FELIX im Reutlinger Wochenblatt zu lesen:

Die Würfel sind gefallen. Die Ortsumgehung, deklariert als Verkehrsstraße Ost, ist in die Kategorie Ia der Bonner Verkehrsdringlichkeiten aufgenommen worden. Alle Reutlinger Abgeordneten in Bund und Land haben sich darum verdient gemacht. Angefangen bei Anton Pfeifer (CDU) über Dr. Helmut Haussmann (FDP), bis hin zu den drei Landtagsabgeordneten Helmut Schauffler und Theo Götz (beide CDU), sowie Karl Guhl (SPD). Daß jeder allein sich am liebsten die Feder an den Hut gesteckt hätte, ist verständlich und ging aus den diversen Mitteilungen auch hervor. Die Ortsumgehung der B 312 ist im Bedarfsplan in die Dringlichkeitsstufe Ia aufgerückt. Neben den Bemühungen der Herren Volksvertreter, hat sich aber auch der Pfullinger Bürgermeister Kurt App mächtig dafür eingesetzt, daß es nicht noch jahrelang bei den chaotischen Pfullinger Verkehrsverhälnissen bleibt. Er war der Vorkämpfer für diese Umgehungsstraße, die schon seit fünf Jahrzehnten im Pfullinger Gemeinderat mit steter Regelmäßigkeit immer wieder gefordert worden ist, nur leider keine Verwirklichung finden konnte. Usw, usw....
(30.Dezember 1981)

Heute würde sich das wie folgt lesen lassen:

Leider sind die Würfel noch nicht gefallen. Die Ortsumgehung, deklariert als Albaufstieg, ist leider noch nicht in die Kategorie Ia, den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan in Berlin aufgenommen worden. Welche Abgeordneten aus Bund und Land werden sich  dafür stark machen?
Sind es die MdB Ernst-Reinhard Beck (CDU),  Beate Müller-Gemmeke (Bündnis 90/ Die Grünen), Pascal Kober (FDP), und die MdL Dieter Hillebrand (CDU), Thomas Poreski (Bündnis 90/ Die Grünen), Nils Schmid (SPD), Hagen Kluck (FDP), Karl-Wilhelm Röhm (CDU), Klaus Käppler (SPD) und Andreas Glück (FDP). Es wäre schön, wenn sich diese Abgeordneten einmal zu unserem Problem äußern würden. (Nicht die Lichtensteiner müssen sich einigen - die haben das schon längst im Jahre 1998 getan).**Ich muß berichtigen; es war der 24.Juli 1997.
Die "Ortsumgehung" muß in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufrücken.
Neben den Bemühungen der Dame und den Herren Volksvertetern wird sich der Lichtensteiner Bürgermeister Peter Nußbaum mächtig dafür einsetzen, daß es nicht noch lange bei den chaotischen Lichtensteiner Verkehrsverhältnissen bleibt. Die Bürgerinitiative wird das Gleiche tun.

Freitag, 9. Dezember 2011

Neue Struktur soll Stadtbahn voranbringen

so heute im GEA

Es tut sich was!

Sie sprechen zwar nur von der Stadtbahn; hat man die weitere Streckenführung vergessen?
Regionalstadtbahn wäre das richtige Wort.

Auch wird in diesem Leitartikel Bürgerbeteiligung groß geschrieben! Wer beteiligt sich bei uns in Lichtenstein?


















Ich weiß, das Bild hab ich schon einmal gebracht; sieht doch gut aus - die Regionalstadtbahn in Richtung Engstingen ( hier in der Gartenstraße in Reutlingen)

Montag, 5. Dezember 2011

Zu kann sich noch jemand erinnern? BLOG vom 29.11.2011


Ich kann heute mehr dazu sagen; mir wurde berichtet:

Wo haben die Jugendlichen vor 50 - 60 Jahren gespielt? Wo waren unsere Spielplätze?
Wie auch in meiner Heimat am Ufer des Baches.
Hier ist oder war es die Echaz! Es war eine schöne Zeit für die Jugend; das geht heute alles leider nicht mehr!

 Es war wohl auch ein etwas trockener Sommer vor cirka 50 - 60 Jahren, da haben die Turbinen unterhalb dieser Stelle etwas wenig Wasser gehabt ( in Rheinfelden bei dem neuen Rheinkraftwerk ist es derzeit auch so - kein Wasser kein Strom ). Ursache; leider sind die Zeitzeugen von damals nicht mehr unter uns.
Oder gibt es doch noch welche?
Mal sehen ob es bei der Firma Rieger noch jemanden gibt, der es vom "hören sagen" bestätigen kann.

Fakt ist: Nicht nur eine Mauer mußte gebaut werden, nein eine "Bodenplatte"  in der Echaz mußte sogar auch noch an dieser Stelle eingebaut werden.

Die ganz Schlauen: "Nein wir haben keine Probleme in unserem Talgrund; es sei alles zu lösen, ja mit welchen Kosten die heute noch nicht zu erkennen sind".
Deshalb: diese Deckeltrasse darf es nicht geben!

Freitag, 2. Dezember 2011

Informationsveranstaltung vom 10.November 2011.....

.....können Sie wie folgt anklicken und lesen:

http://www.gemeinde-lichtenstein.de/

weiter mit

Gemeinde

und dann

Albaufstieg

Mittwoch, 30. November 2011

Wer kontrolliert?







































Trotz dieser Schilder wird eifrig mit den längsten LKW's durchgefahren.; so berichten Holzelfinger Bürger.
Es gibt auch welche, die können auf der Kreuzung Moltkestraße - Holzelfinger Straße kehren.

Dienstag, 29. November 2011

Kann sich noch jemand erinnern?

Vor cirka 30 Jahren soll diese Mauer am Echazufer, zwischen Bahnhofstraße und ehemaliger Eisenbahnbrücke angelegt worden sein.

Aufnahme Günther Frick

Am Stammtisch zunächst aufgenommen; aber heute noch einmal bestätigt bekommen:
Diese Mauer mußte gebaut werden, weil an dieser Stelle das Wasser der Echaz im Talgrund verschwunden ist.
Niemand konnte oder man wollte es nicht untersuchen wohin das Wasser seinen Weg gefunden hat.
Wer kann da mehr dazu sagen?

Montag, 28. November 2011

DEMOKRATIEverständnis

Demokratie = wenn das RP die Trasse bestimmt ?

Informationsabend = Bürgerbeteiligung ?

Bürgerbeteiligung = STUTTGART 21

Bürgerinitiative = ?

Freitag, 25. November 2011

Der "Deckel" ist zu kurz!

Auf Höhe des letzten Hauses "Brenkenacker" (rechts) wäre dasNordportal

Auf Höhe des Autos wäre die Öffnung des Südportals





























„Deckeltrasse“ 1 b


Vorteile:
kürzeste Baulänge (5,7 km), kürzeste Tunnellängen (2,3 km)
relativ geringe Baukosten – auch unvorsehbares eingerechnet?
höchste Entlastung der Siedlungsgebiete in Unterhausen und Honau
Lippental, Reißenbachtal und Zellertal werden nicht beeinträchtigt
geringer Bedarf an landwirtschaftlich genutzten Flächen
keine Veränderung der klimatischen Verhältnisse
größte Verkehrswirksamkeit – diesen Vorteil seh‘ ich nicht !

Nachteile:
aller Voraussicht nach erhebliche Beeinträchtigungen von Natura 2000- und Artenschutzbelangen.
große Brückenlänge (520 m)
keine Entlastung der Siedlungen im Bereich der Tunnelportale
Beeinträchtigung des Erholungsraumes im südlichen Echaztal und dessen Hangbebauung
starke Beeinträchtigung und Gefährdung der Quellfassungen für die Wasserversorgung der Albgruppe 14
starke Gefährdung der Quellfassungen in Honau
Lärm- und Abgasbelastungen verbleiben im Echaztal

die Holzelfinger und Umgebung fahren weiterhin durch Unterhausen, dann die Holzelfinger Steige hinauf

Beeinträchtigung beim Bau im gesamten Tal

Variante 7c

Vorteile:
mittlere Tunnellänge (4,6 km)
weitgehende Entlastung der gesamten Siedlungsbereiche in Unterhausen, Honau
und Holzelfingen
Verlagerung der Lärm- und Abgasbelastungen aus dem Echaztal heraus.
geringe Beeinträchtigung des südlichen Echaztales
keine Veränderung der klimatischen Verhältnisse

Die Holzelfinger und Umgebung als auch der Durchgangsverkehr wäre endlich aus dem Tal


Nachteile:
größte Baulänge (10,5 km), große Brückenlänge (300 m)
hohe Baukosten
aller Voraussicht nach erhebliche Beeinträchtigungen von Natura 2000- und Artenschutzbelangen.
Starke Beeinträchtigungen und Eingriffe im Bereich der wertvollen Kugelbergwiesen
und des Zellertales
Belastung des südlichen Teils der Kugelbergwiesen

Unter Berücksichtigung aller zusätzlich erstellten Fachgutachten wurde im Herbst 1996 die UVS fertig gestellt. Der Gemeinderat von Lichtenstein wurde in einer Sitzung am 6. 3. 97 hierüber informiert. Eine Information der Öffentlichkeit erfolgte in einer Bürgerversammlung am 18. 6. 97. Der Gemeinderat hat sich dann in seiner Sitzung am 24. 7. 97 für die Variante 7c ausgesprochen. Die Stadt Pfullingen hat mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 10. 2. 98 die Variante 7c hingegen abgelehnt.

Wir sind dabei auf die „Raumschaft“ angewiesen - vielleicht entscheidet Pfullingen diesesmal zu unseren Gunsten

Donnerstag, 24. November 2011

Eine der schwierigsten Bauabschnitte.....

....sollte es doch zur "Deckeltrasse" kommen.

So sah es 1982 aus - Foto: Winfried Reiff


und so heute - Foto: Günther Frick




















Schauen Sie auch noch einmal den Beitrag vom 24. Januar 2011 an


Oben Regionalstadtbahn
Mitte Echazverlauf und
unter der Echaz die "Deckeltrasse"

Da sind die Techniker gefragt; aber alles kein "Problem".
Sind diese Kosten mit einberechnet?

Mittwoch, 23. November 2011

Jetzt bin ich nicht mehr ganz allein....

Sehr geehrter Herr Frick,


es ist wunderbar, dass Sie noch nicht resigniert haben, sondern in Ihrem Engagement weitermachen.

Der GEA-Artikel vom 12. November 2011 und der Artikel im Amtsblatt vom 19. November 2011 lassen ja nichts Gutes ahnen. Und momentan gilt ohnehin die Aufmerksamkeit der Bürger vielen anderen Fragen.

Gut ist ohne Zweifel, dass bei der Informationsveranstaltung nochmals die Varianten auf den Tisch gekommen sind. Aber die Vorentscheidungen, die in den Publikationen zum Ausdruck kommen, sind doch recht deutlich: für die Variante 1b, die Deckeltrasse.

Für diese Variante wird die Bilanz gezogen: Die Baukosten sind mit 124 Millionen Euro (+ 18 Millionen Euro) vergleichsweise gering, da es nur um rund 5,7 Straßenkilometer geht und der zusätzliche Flächenbedarf eher gering ist. Anerkannt aber sind als Nachteile: Lärm und Abgase bleiben im Tal, extreme Belastung an den innerörtlichen Tunnelportalen, Gefährdung (um nicht zu sagen Vernichtung) von Trinkwasserquellen.

Man muss schon mit Kieselsteinen gepudert sein, um dies gut zu finden - selbst unter Abwägung der Vorteile. Wie ist einso leichtfertiger Rückfall in ein überwunden geglaubtes Denken möglich? - Diese Variante aber soll nun doch wohl unter dem Stichwort der Wirtschaftlichkeit nach Möglichkeit realisiert werden.

Wer wird sich dagegen wehren, dass die Steuermittel wirtschaftlich ausgegeben werden? Aber es macht schon etwas stutzig: Auf die reine Wirtschaftlichkeit setzt doch nur noch unbelehrbarer hinterwäldlerischer Glaube. Wohin sie führt, lassen zunehmende Verarmung von Bevölkerungsschichten und Landstrichen in Deutschland erkennen. Und der globale Blick, beispielsweise zur Verelendung nach Afrika, kann nicht hoffnungsfroher stimmen. Und was heißt hier im Falle des Albaufstiegs wirtschaftlich? Ganz schlicht, simpler geht es nun wirklich nicht mehr: geringe finanzielle Kosten.

Von Wirtschaftlichkeit kann aber nur gesprochen werden, wenn man die gesamten Belastungen im Vergleich zu den Nutzen anschaut. Da wächst der Zweifel an dieser Variante schon ganz erheblich. Denn die Lärm- und Abgasbelastung wird innerörtlich nicht vermieden, sondern konzentriert. Dort, wo die Trasse innerorts offen geführt wird, also am Anfang von Unterhausen und am Rande von Honau verbessert sich gar nichts. Bei den Tunnelportalen verstärkt sich die Belastung hingegen ganz erheblich – wie am neuen Tunnel unseres Nachbarorts Pfullingen mit Leichtigkeit zu erkennen ist. Zudem ist der Bau natürlich eine Unternehmung, die ihre Zeit dauert; der Verkehr wird sich also mehrere Jahre durch weitere Wohngebiete winden – mit den bekannten (entnervenden) Begleiterscheinungen.

Eine solche Entscheidung hieße gar, dauerhaft nur einem Teil der Einwohnerschaft Verbesserungen zu bieten, für den anderen Teil, die Belastung zu verstärken. Wollte man wirklich Entlastung, müsste man zugunsten der Lebensqualität wahrscheinlich eine richtige Ortsumfahrung wählen und dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Das will man aber nicht. Jedoch: Wenn nichts oder zu wenig Geld in der Tasche ist, verbietet sich leider jegliches Projektieren und Bauen. Es sei denn man wolle halbe Sachen, Murks ... und Verschwendung von Steuermitteln.

Im Übrigen geht es bei der favorisierten Variante eigentlich gar nicht um einen neuen Albaufstieg, sondern um einen neuen Zubringer zum Albaufstieg; der vorhandene Albaufstieg wird verlängert – bis in den Ort hinein, wo der unterirdische Lindwurm wieder nach oben kommt.

Außerdem und generell: Die Wirtschaftlichkeit kann gar nichts entscheiden - schon gar nicht die betriebswirtschaftliche, nicht einmal die volkswirtschaftliche Wirtschaftlichkeit. Nur die Vernunft kann vernünftig entscheiden, jedenfalls solange sie gefragt ist ...

Das Thema wird ein Aufreger bleiben ... über Jahre. Dennoch - leider kann man da ziemlich sicher sein - wird diese ungeliebte Variante sehr wahrscheinlich eines Tages realisiert. Und die Medien wie die Politik werden wieder fragen, warum die Politikbegeisterung nicht wächst. Ja, warum wohl?

Ihnen weiterhin alles Gute!
Ihr
Henner Grube

Dienstag, 22. November 2011

Hier ist das Platzangebot nicht besser


Der gelbe Strich sind nur 12 Meter


Hier ist es der rote Stich, auch nur 12 Meter; 
möchte mal sehen was hier abgeht
wenn tatsächlich die Deckeltrasse gebaut wird.


Montag, 21. November 2011

Trassenverlauf hinter den 14 Häusern ?

Wenig Platz

Die senkrechte Mauer ist etwa 5 Meter hoch
Der gelbe Strich mit den roten Abschlusspunkten sind 11 Meter

Freitag, 18. November 2011

Erklärung des RP zur Variante 3

- und meine Gegenargumente - alle in KURSIV



3.2.3 Variante 3 - weiträumige Umfahrung von Lichtenstein im Westen

Die Variante 3 ist eine Trasse, die unter dem Gesichtspunkt der weitgehenden Mitbenutzung des vorhandenen Straßennetzes entwickelt wurde. Hierfür bieten sich die L 382 im Bereich der Stuhlsteige bis zur Albhochfläche und eine Weiterführung über die L 230 bis zum Anschluss an die B 312alt an.
Verbunden wird die L 382 mit der bestehenden B 312 durch einen etwa 1.780 m langen Tunnel, der im Lippental beginnend unter dem Schönberg hindurchführt und dessen Zufahrt südlich von Pfullingen in Höhe der Gärtnerei "Hortense" von der bestehenden B 312 abzweigt. Im Bereich der Stuhlsteige kann die derzeitige Linienführung, bedingt durch die steilen Böschungen, nur geringfügig verbessert werden. Östlich der Gemeinde Genkingen wird durch eine 1,3 km lange neue Querspange die Trasse an die L 230 angeschlossen.
Die Mitbenutzung der Stuhlsteige (Fahrbahnbreiten zwischen 6,30 m und 7,20 m) und der L 230 (7,70 m breite Fahrbahn) hat eine Trassenlänge von 14,8 km bei einer Neubaulänge (ohne Ausbau der Stuhlsteige) von etwa 4,2 km. Auf den Bestandsabschnitten sind hohe Längsneigungen (über 6,5 %), engen Radien und eine starke Kurvigkeit vorhanden, die mit einem Ausbau nicht beseitigt werden können.

Die vom RP gezeichnete Variante 3 ist nicht identisch mit meiner Variante.


Im unteren Bereich ist meine ganz anders angelegt.
Eine von den engen Radien fällt weg!
Die weiter oben, derzeit enge Kurve, kann auf Grund des topographischen Geländes größer ausgebaut werden. Zum andern sind die Längsneigungen weniger „steil“.

meine Variante                                                                        Variante RP

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die „Ahlsbergbewohner“ und die Weststadt Pfullingens kämen zur Ruhe


























Variante 3


Aufgrund der hohen Umwegigkeit (Streckenlänge ca. 14,8 km) lassen sich lediglich rund
600 Kfz/24h zusätzlich auf die bestehende L 382 verlagern. Es ergibt sich eine Gesamtverkehrsbelastung von 5.400 Kfz/24h sowohl auf der bisherigen L 382 als auch auf der
Bestandsstrecke der L 230. In den Ortslagen von Unterhausen und Honau verbleiben
13.300 Kfz/24h, wodurch sich eine sehr geringe Verkehrswirksamkeit von 5 % (Verkehrsbelastung im Planfall im Vergleich zum Prognosenullfall innerhalb der Ortslage von Lichtenstein) ergibt.


Und ich behaupte immer noch: Verkehr kann man lenken, vor allem die LKW's.


Gegenüberstellung der Baukosten

















Variante 3


Bei der weiträumigen westlichen Umfahrung handelt es sich nicht zuletzt wegen der überwiegenden Nutzung des Bestandes (L 382 und L 230) um die günstigste Trasse mit Gesamtkosten von rund 109 Mio. €. Obwohl bei den Kosten zwischen Neubau- und Ausbauabschnitten differenziert wird, weist die Variante 3 mit einer Summe von ca. 13 Mio. € für den Straßenbau einen hohen Kostenanteil in dieser Kostengruppe auf. Dies liegt aber daran, dass bei dieser Variante Tunnel- und Brückenlängen im Verhältnis sehr gering sind. In den Kosten für diese Bauwerke ist die Straßenbefestigung bereits enthalten
Die Variante 3 wurde schon in einer früheren Variantenanalyse als nicht zielführend identifiziert. Ökologische Beeinträchtigungen sind im Lippental und bei der Unterquerung des Sättele und des Wackersteins zu erwarten. Außerdem liegt der gesamte Albaufstieg (Stuhlsteige) im Natura2000-Gebiet. Lärm und Abgase des nutzenden Verkehrs könnten bei dieser Trassenführung vollständig aus dem Echaztal entfernt werden. Die Verkehrsentlastung für Lichtenstein und Honau wurde vom RP Tübingen für diese Trassenvariante mit etwa 5 % für die Ortsdurchfahrt Unterhausen am geringsten eingestuft. Die Anbindung an die L 382 wurde, wegen mangelnder Verkehrswirksamkeit, frühzeitig ausgeschieden. Weder die hohen Längsneigungen (über 6,5 %) noch die engen Radien oder die starke Kurvigkeit können mit einem Ausbau beseitigt werden. Die fehlenden Überholmöglichkeiten im Tunnel und auf der Stuhlsteige lassen die Verkehrsqualität auf ein für Bundesfernstrassen nicht mehr vertretbares Maß sinken. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass die Verkehrsteilnehmer aus Münsingen und Riedlingen auch weiterhin die alte B 312 nutzen. Möglicherweise könnten drastische Rückbaumaßnahmen oder eine massive Reglementierung zu Entlastungswirkungen für Lichtenstein führen. Über diese Trasse kann vor allem der Verkehr aus Sonnenbühl aufgenommen und der westliche Teil Pfullingens entlastet werden. Eine Anbindung der B 313 aus Sigmaringen würde zu weiteren Kosten für die Umgehung von Genkingen und Undingen führen. Zu berücksichtigen bliebe aber die beinahe doppelte Fahrstrecke gegenüber dem derzeitigen Zustand. Damit kann das beabsichtigte Ziel, einer wesentlichen Verkehrsentlastung für Honau und Lichtenstein nicht erreicht werden.
Bei Realisierung der Variante ist aller Voraussicht nach mit erheblichen Beeinträchtigungen von Natura 2000- Belangen (FFH- und Vogelschutzgebiet) sowie dem Eintreten von artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen zu rechnen. Dies ist natur- und verfahrensrechtlich von besonderer Bedeutung. Die vergleichende Beurteilung der Varianten kommt zum Ergebnis (vgl. Kap. 3.3.3), dass Variante 1(1a/1b) den diesbezüglich aller Voraussicht nach verträglichsten Lösungsansatz darstellt.

Vorteile:

kurze Tunnellänge (1,8 km) – 2,1 km
geringste Baukosten
Verlagerung der Lärm- und Abgasbelastungen aus dem Echaztal heraus.
geringe Beeinträchtigung des südlichen Echaztales
keine Veränderung der klimatischen Verhältnisse
Keine Gefährdung der Trinkwasserquellen

Während der Bauzeit geringe Belastung in Unterhausen und Honau
Nochmals: Die Anwohner des Ahlsbergs kämen zur Ruhe,  und die Weststadt von Pfullingen würde ganz gewaltig entlastet.

Nachteile:

größte Baulänge (ca. 15 km) - (14,8 km)
aller Voraussicht nach erhebliche Beeinträchtigungen von Natura 2000- und Artenschutzbelangen.
äußerst geringe Entlastung der Siedlungsbereiche in Unterhausen und Honau
Beeinträchtigungen im Lippental
Störung des Landschaftsbildes im Lippental durch Dammlage
Beeinträchtigung der Erholungsnutzung im Lippental
Nahezu keine Verkehrswirksamkeit Unzureichende Verkehrsqualität und -
sicherheit


Albaufstieg Variante 3

Die Kommentare von M. Staiger, der Einfachheit gleich im Anschluss

Vorteile:

kurze Tunnellänge (1,8 km) – 2,1 km
geringste Baukosten
Verlagerung der Lärm- und Abgasbelastungen aus dem Echaztal heraus.
geringe Beeinträchtigung des südlichen Echaztales
keine Veränderung der klimatischen Verhältnisse
Keine Gefährdung der Trinkwasserquellen

Alle diese Vorteile werden m. E. viel zu Geringschätzig bewertet.

Während der Bauzeit geringe Belastung in Unterhausen und Honau
Nochmals: Die Anwohner des Ahlsbergs kämen zur Ruhe, und die Weststadt von Pfullingen würde ganz gewaltig entlastet.

Nachteile:

größte Baulänge (ca. 15 km) - (14,8 km)
halte ich für übertrieben, es dürften 13 km sein von Hortense zum Kreisverkehr Traifelberg, bei Variante 1 wären es 8 km!
aller Voraussicht nach erhebliche Beeinträchtigungen von Natura 2000- und Artenschutzbelangen.
Wo soll das sein bei 2 X 2km Neubaustrecke + 2km Tunnel, der größte Teil ist Ausbau vorhandener Trassen.
äußerst geringe Entlastung der Siedlungsbereiche in Unterhausen und Honau
Beeinträchtigungen im Lippental
Störung des Landschaftsbildes im Lippental durch Dammlage
Im Verhältnis zur Störung des Landschaftsbild der Variante 1 gibt’s im Lippental fast keine Störung und wenn man vor dem Schönbergtunnel die gleiche Steigung baut wie in Variante 1 brauchts auch keine „ Dammlage“!
Beeinträchtigung der Erholungsnutzung im Lippental
Im Vergleich zur Beeinträchtigung der Lebensverhältnisse im Echaztal durch die Variante 1 ist das schon fast eine böswillige Lüge.
Nahezu keine Verkehrswirksamkeit Unzureichende Verkehrsqualität und - sicherheit
Die Entlastung der „Siedlungsbereiche in Unterhausen und Honau“ geschieht durch die Herabstufung und Gewichtsbeschränkung der Honauer und Holzelfinger Steige, LKW über 7,5t ist der Umweg zumutbar. In ganz Lichtenstein (alle Ortsteile) 30km/h, dann ist Ruhe und für die Autofahrer gibt’s kein vertun ob jetzt 50 oder 30 gilt.

Thema Überquerung der Stadtbahn durch B312 bei Hortense:
Die „alte“ Verbindungsstrasse Pfullingen – U.-hausen muß ja eh kreuzungsfrei unter der neuen Strasse durch und da liegt dann die Stadtbahn paralell. Das könnte durch einen Einschnitt am Kraussen Buckel geschehen so daß die B312 neu nicht extra hochgezogen werden müsste (Kostenminderung). Die Stadtbahn kommt ja aus Pfullingen auf der alten B312 und könnte deshalb parallel dazu bis U.-hausen geführt werden, der alte Bahndamm muß nicht zwingend genutzt werden, eine Trassenbündelung ist umweltverträglicher!

Mittwoch, 16. November 2011

Zum Kommentar vom 14. November

Der Klügere gibt nach, aber niemals auf.


Wer so denkt, verfügt über Ausdauer.

Ich glaube, dass es vielen von uns an Ausdauer mangelt. Wir bringen die Dinge, die wir anfangen einfach nicht zu Ende. Wir geben zu früh auf.

Der Grund, warum wir so selten dort ankommen wo wir hinwollen, ist nicht, dass wir irgendwann scheitern, sondern dass wir zu früh kapitulieren.

Und ich werde nicht kapitulieren.

Nochmals in wenigen Sätzen:

Der Deckel ist zu kurz!

Die Bodenbeschaffenheiten in der Talsohle sind katastrophal!

Das Wasser ist in Gefahr!

Und die Lebensqualität im hinteren Echaztal muß verbessert werden!

Jede andere Variante, aber nicht die Deckeltrasse!

Dienstag, 15. November 2011

Holzelfinger Steige

Seite wenigen Tagen ist die Bergfahrt der Holzelfinger Steige für den LKW Verkehr über 6 Tonnen gesperrt.
Die Honauer mögen es mir verzeihen, eine Gewichtsbegrenzung sowohl für Berg- und Talfahrt wäre das Richtige.
Diese Straße ist für den Schwerverkehr nicht geeignet.

Montag, 14. November 2011

Der Klügere.....

.....gibt nach, aber nicht auf.

Rupert Schützbach (*1939), deutscher Zöllner und Aphoristiker

Sonntag, 13. November 2011

Wilhelmstraße

Was ich am Donnerstag nicht gehört habe; was geschieht mit den 14 Häusern westlich der B 312/B313?

Der gelbe Strich mit roten Abschlusspunkten ist gerade mal 11,0 Meter lang (breit).

Da werden die oben genannten Häuser ganz gewiss in Mitleidenschaft gezogen.

Ein älterer Herr hat mir vor etwa 14 Tagen noch erklärt, was seinerzeit beim Bau eines dieser Häuser passiert ist:
"Wenn heute die Baugrube ausgebaggert war, war sie am nächsten Morgen schon wieder zugeschüttet."

Der Berg rutschte!

Donnerstag, 10. November 2011

High Noon

10. November 2011 - Wir werden heute informiert


Und die Regionalstadtbahn kann ohne Probleme gebaut werden;
vielleicht schon früher als Ihr alle denkt.



Montag, 7. November 2011

Heute sind es zwei Jahre;...

daß dieser BLOG besteht.
Zwei Jahre die hoffentlich vielen die Augen geöffnet haben.
Der Albaufstieg muss eine Ortsumfahrung werden!
Es gibt noch andere Varianten.
Schauen Sie doch einmal die modifizierte Variante DREI an.
Am Donnerstag werden wir in der Lichtensteinhalle formiert.

Sie lesen richtig; das PR wird uns ihren Weg zeigen!
Sie sprechen von einer sog. "Anmeldetrasee", das heißt sie wissen schon was wir nicht (auf jeden Fall ich)  wollen.

Wichtig ist: Die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan zu bestehen.

Abschrift des Zeitungsartikels GEA vom 3.Juni 2006
















Spurensuche – Vor dreißig Jahren wurde beim Rathausbau in Unterhausen ein einzigartiges Naturdenkmal zerstört      (das sind schon wieder 5 Jahre)


Höhle mit See einfach zubetoniert


VON JÜRGEN MEYER

LICHTENSTEIN. Vor fast genau dreißig Jahren hat sich Unterhausen unwiederbringlich um eine Tourismusattraktion ersten Ranges gebracht: Beim Aushub der Baugrube für das neue Rathaus waren die Arbeiter am 4, Juni 1976 auf zwei tiefe Löcher gestoßen. Der Bagger hatte die Decke einer Höhle durchstoßen. Durch einen der beiden Einbrüche im Boden, die rund einen halben auf anderthalb Meter im Durchschnitt maßen, gelangte man ohne Leiter problemlos in eine rund 5,7 Meter lange und bis zu zwei Meter hohe Tuffhöhle,
Die Entdeckung rief Mitglieder des heute nicht mehr existierenden Zweckverbandes für Höhlen- und Karstforschung auf den Plan, Sie machten sich sofort daran, die Höhle zu vermessen.
«Die Decke war mit einer schönen Gewölbe-Kuppel ausgebildet, der Boden bestand aus Bauschutt, der von dem Anschnitt herrührt«, schrieb der Höhlenfor-scher Jürgen Scheff in sein Protokoll, das dieser Tage Frank Schüler von der Höhlenforschungsgruppe Pfullingen wieder entdeckt hat. Zum Erstaunen von Scheff, der heute ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes im Raum Albstadt ist, stellte sich die Höhle beim Erkunden viel größter dar, als es zunächst den Anschein erweckt hatte.

Große, ovale Halle

Unterhalb des vom Bagger verursachten Durchbruchs der Decke entdeckten die Experten ein weiteres Loch, das in die Tiefe führte. Der Einstiegsbereich, in dem sie sich befanden, bildete demnach nur das »Obergeschosse einer Höhle.
Durch einen engen Schacht konnte man. im Licht der Lampen ein große Halle erkennen. Hinab zu gelangen war aber nicht einfach. Erst nachdem eine acht Meter lange Seilleiter organisiert war, konnte man sich in die untere Etage der Höhle hangeln.
Die Halle bot, so Scheff, »einen für eine Tuffhöhle völlig untypischen Anblick und erinnerte eher an Hohläume in den Weißjura-Kalken.« Sie maß zehn Meter im Durchmesser und hatte eine ovale Grundform. Auf dem Boden lagerte ein »mächtiger Versturz«, der von einer Tropfsteingalerie stammte, die wohl von der Seitenwand abgebrochen war.
Neben der Geröllhalde, die schon sehr alt sein musste, da sie festgesintert, also sozusagen »zusammengebacken war, hatte sich am Grund der Halle ein kleiner See ausgebildet. Er wurde durch Wasser gespeist, das in der Tropfgalerie ab kleiner Wasserfall an den Wänden herablief sowie von der Decke tropfte.
Weil die Tropfsteinwand nur rund 1,5 Meter von der parallel zur Höhle aber viel höher an ihr vorbeifließenden Echaz lag, dürfte das Wasser dort seinen Ursprung gehabt haben. Trotz der Aushilfsarbeiten oberhalb der Halle waren keinerlei Risse an Decke und Wänden feststellbar, was, so Schelf, für die Festigkeit und Elastizität der Höhle sprach, womit auch keine Gefahr eines Durchbruch des Baches bestand.
Der kleine See wiederum floß in eine enge Spalte zwischen den Versturzblöcken ab. In etwa einem Meter Tiefe war ein Wasserbecken zu sehen.
»Die gesamte Struktur der unteren Halle ließ vermuten, dass es sich bei ihr im Gegensatz zu sämtlichen anderen bereits bekannten Tuffhöhlen des Echaztales um einen durch erneute Korrosion und Erosion entstandenen Hohlraum handelte«, notierte Scheff.

Keine Zeit für Untersuchungen

Für eine genauere Untersuchung dieses Phänomens war allerdings keine Zeit mehr. Auch weitere Forschungen und Bilddokumentationen waren nicht mehr möglich: Die Bauarbeiten wurden einfach fortgesetzt. Sechs Tage nach ihrer Entdeckung ließ die Bauleitung die Decke der Halle am 11. Juni 1976 zerstören.
Die Versicherung der Höhlenforscher, dass die Erhaltung der »Rathaushöhle«: als integriertes, begehbares Kellerunter geschoss bautechnisch kein Problem darstellen würde, ignorierten die damaligen Verantwortlichen. Der Naturschutz war noch kein Thema, auch der Tourismusgedanke steckte wohl noch in den. Kinderschuhen. Und Geld schien ebenfalls keine Rolle gespielt zu haben. Um den Bau des Rathauses wie geplant fortzusetzen, wurden die beiden Höhlen mit einer immensen Menge an Beton komplett ausgegossen.

(GEA 3 Juni 2006)

Sonntag, 6. November 2011

Wer hat das Gedicht geschrieben?

Es gibt da ein selbstgemachtes Büchlein in A5 - Schulheftformat, das aller Wahrscheinlichkeit nach ehemalige Mitglieder der Höhlenfreunde Lichtenstein geschrieben haben.




















Auf der ersten Innenseite steht: "Höhlensachen mal ganz anders, viel zum lachen" - Klaus Böhm.




















Auf einer weiteren Seite das Vorwort stammt von W. Mezger.





















Dieser schreibt vom "Verfasser", so dass man davon ausgehen kann, dass alle Gedichte von Klaus Böhm stammen.
Sonst gibt es nur die Gedichte, keine Jahreszahl, keinerlei sonstige Hinweise.
Aber es muss ja nach 1976 gewesen sein, aber vielleicht nicht lange danach. Es ist das letzte Gedicht in dem Büchlein, das über die Rathaushöhle handelt.

Samstag, 5. November 2011

Rathaushöhle Lichtenstein

Diese Höhle dürfete ähnlich entstanden sein wie die "OLGAHÖHLE" in Honau.
Wir haben im oberen Echaztal mehrere Tuffbarren.
Die erste Barre auf Höhe der Olgahöhle,
die zweite auf Höhe oberhalb Autohaus Lichtenstein,
die dritte befindet sich Höhe Rathaus - "Wasserfall" an der Holzelfingerstraße,
und die vierte auf Höhe der BSU.

















































Auch diese Bilder wurden freundlicher Weise von Herrn Jürgen Scheff zur Verfügung gestellt.

Freitag, 4. November 2011

Das große Loch,andere sagen dazu Höhle

Wer hat es gewußt?
Dass damals mit viel Beton diese Höhle zugeschüttet wurde?

Das war ein Verbrechen; und solche Höhlen gibt es noch viele in unserem Echaztal.
Keiner weiß es wo. Wie teuer wird dann die Deckeltrasse, wenn noch weitere solche Höhlen sich im Baugrund befinden.

















































Aufnahmen. von Herrn Jürgen Scheff freigegeben.

Donnerstag, 3. November 2011

Fotos der Bauphase

















































Die Grundmauern des Lichtensteiner Rathauses stehen schon


























Dann geht`s ins Erdreich in die Höhle

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Scherff

Mittwoch, 2. November 2011

So ist unser Echaztal durchlöchert

7521/40 RATHAUSHÖHLE



Am 4. Juni 1976 wurde beim Aushub der Baugrube für das neue Rathaus in Lichtenstein-Unterhausen diese Tuffhöhle angeschnitten. Sie wurde daraufhin sofort vom Zweckverband Höhlen- und Karstforschung Schwäbische Alb (der heute nicht mehr existiert) bearbeitet und vermessen.

A. Beschreibung der Höhle.

Durch einen der beiden Einbrüche gelangte man zunächst ohne Hilfsmittel in die 5,7 m lange Etage der Rathaushöhle, die das typische Bild einer primär entstandenen Tuffhöhle bot. Wände und Deckelwaren mit schönen Oscillatoriaceentuff-Kalotten ausgebildet; der Boden bestand aus Bauschutt, der von dem Anschnitt her-rührt.

Unterhalb des Einbruchs I gelangte man durch einen engen Schachtanstieg in die Große Untere Halle (8 m Seilleiter!). Die Halle bot einen für eine Tuffhöhle völlig atypischen Anblick und erinnerte eher an Hohlräume in den Weißjura-Kalken. Am Grund der Halle lagerte mächtiger Versturz, der insbesondere im Bereich der Tropfgalerie durch das Abkippen von Wandpartien entstanden sein dürfte. Der Versturz mußte schon sehr alt sein, da er fest-gesintert war und nirgends frische Bruchflächen zu erkennen waren. Trotz der Aushubarbeiten über der Halle waren keinerlei Risse an Decke und Wänden feststellbar, was für die Festigkeit und Elastizität der Gesteine sprach. Neben dem Versturz hatte sich am Grund der Halle in ebener Fläche Tuffsand abgelagert, über welchem sich ein kleiner See ausgebildet hatte. Er wurde durch Wasser gespeist, das in der Tropfgalerie als kleiner Wasserfall an den Wänden herablief sowie durch starkes Tropfwasser von der Decke.

Da die Tropfgalerie bis auf 1,5 m. an die höher gelegene Echaz heranführte, dürfte das Wasser dort seinen Ursprung gehabt haben. Das Wasser des Sees floß in eine enge Spalte zwischen Versturzblöcken ab; man erblickte dort in etwa 1 m Tiefe ein Wasserbecken. An den Wänden und an der Decke der Halle waren nirgends die sonst für Tuffhöhlen charakteristischen Oscillatoriaceen- oder Schizothrixkalotten zu sehen; man fand aber schön herauskorrodierte Moostuffästchen. Die vorwiegend rostrote bis schwarzbraune Färbung sowie die Härte des Gesteins ließen auf einen hohen Eisengehalt schließen. Sinterbildungen waren nur spärlich vorhanden; in der Tropfgalerie fand man aber zahlreiche kleine Sinterbecken.

Deutlich war zu erkennen, daß es sich bei der oberen Etage der Rathaushöhle um eine primäre Tuffhöhle handelte, die zusammen mit der Tuffbarre im Echaztal entstanden ist. Die gesamte Struktur der unteren Halle ließ jedoch vermuten, daß es sich bei ihr im Gegensatz zu sämtlichen anderen bereits bekannten Tuffhöhlen des Echaztales um einen sekundären, durch erneute Korrosion und Erosion entstandenen Hohlraum handelte. Zu einer genaueren Untersuchung kam es leider nicht mehr. Auf Grund des Zusammenspiels mehrerer unglücklicher Umstände wurde die Decke der Halle zerstört und die Höhle mit Beton aufgefüllt. Eine Erhaltung der Rathaushöhle wäre nach Ansicht des Verfassers bautechnisch möglich und sicherlich billiger gewesen.

Literatur:
Scheff, J. Die Rathaushöhle in Lichtenstein-Unterhausen oder Höhlenschutz ade!
(Mitt.d.Verb.Deutscher Höhlen-u.Karstforscher, 22.Jg, No.3, S.112, München 1976).


Plan und Text mit Genehmigung von Jürgen Scheff