Sonntag, 25. Dezember 2011

Original des Leserbriefs GEA 24.12.2011 von Herrn Gerd Recht zum Veröffentlichen erhalten


Zum Leserbrief von Herrn Klaus Huber im GEA vom 17. Dez. 2011

ALBAUFSTIEG : Polemik gegen sachliche Information

Vorweg : der Leserbrief von Herrn Huber ist an Zynismus, Heuchelei, Unterstellungen und Verleumdungen nicht zu überbieten !!

Das musste erst einmal raus - doch jetzt zur Sache : Herr Huber bedankt sich zunächst beim RP Tübingen dafür, dass man mit Herrn Kunze einen seiner „besten Beamten“ zur Präsentation der aktualisierten Trassenbewertungen für einen neuen Albaufstieg in die Lichtensteinhalle nach Unterhausen geschickt habe, der einen „sehr detaillierten Bericht“ vorgetragen habe, um dann direkt im nächsten Satz Herrn Kunze zu bezichtigen, das „Handwerk des Verwirrspiels bestens zu beherrschen“, „nicht Klartext zu sprechen“ und „aufgeführte Fakten eindeutig zu manipulieren“. Abgesehen davon, dass Herr Huber nicht ein einziges Beispiel für diese angeblich manipulierten Fakten aufgeführt hat, ist es einfach ungeheuerlich, einem Beamten so etwas zu unterstellen.

Richtig dagegen ist : wir Lichtensteiner können froh sein, dass das RP Tübingen dem Auftrag unserer ehemaligen Verkehrsministerin Frau Gönner nachgekommen ist und den Bürgern diese aktualisierte Trassenbewertung präsentiert hat. Unser heutiger Verkehrsminister Herr Hermann hätte einen solchen Auftrag sicher nicht an das RP vergeben, weil der Albaufstieg nicht in seine ideologisierte Verkehrspolitik passt. Wir Bürger fordern immer wieder von der Politik mehr Information und Transparenz. Dann sollte man sich auch nicht - wie Herr Huber - beschweren, wenn diese ausführliche Information mal 2 Stunden dauert. Und wer durch diese angebliche „Aufdröselung“ und „Power-Point-Schlacht völlig erschlagen“ war, kann ja in der Vollausgabe des Gemeindeblatts vom 19. Nov. noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Präsentation nachlesen. Auf der Internetseite der Gemeinde www.gemeinde-lichtenstein.de ist der umfassende Erläuterungsbericht des Regierungspräsidiums unter der Rubrik „Gemeinde“ zu finden.

Gemäss Herrn Huber wurde bei der „Darstellung der Verkehrsflüsse bewusst einiges verschleiert und nicht die Entlastung der Variante 7 dargestellt“. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch ! Herr Kunze hat für alle Varianten die Verkehrswirksamkeit dargestellt : für die 7c beträgt die Verkehrsreduzierung 63% - für eine 1er oder 5er Trasse dagegen 78 bzw. 76% ; dafür aber ist die 7c mit veranschlagten € 235 Mio ca. doppelt so teuer wie die Trassen 1b oder 3 . Wer weiterhin fordert, dass der Gemeinderat und der Landrat sich für die Durchsetzung der 7c einsetzen sollten, argumentiert an der Realität vorbei. Wir haben den Beschluss zur 7c seit über 10 Jahren, und wohin hat er uns gebracht ?? Aufs Abstellgleis - unbeachtet im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans !!

Das RP hat mit dieser Präsentation ganz bestimmt nicht „den Bürgern in Lichtenstein seinen Willen aufzwingen“ wollen, sondern hat mit den vorgetragenen Zahlen und Fakten die Grundlage für Beschlüsse des Gemeinderat geschaffen, um in Zukunft bei der Durchsetzung eines neuen Albaufstiegs berücksichtigt werden zu können.

Nein, diese Veranstaltung war genau die ausführliche Information, für die ich mich im Rahmen der Bürgerinitiative Albaufstieg Lichtenstein immer eingesetzt habe. Was wir jetzt brauchen ist eine Diskussionsplattform, wo die Bürger Meinungen und Argumente zum Albaufstieg austauschen können. Dort kann dann auch Herr Huber - solange er sachlich bleibt - seine Bedenken wegen der Wasserquellen vortragen.

Polemik ist niemals zielführend und kann der Sache nur schaden. Herr Kunze und damit das RP Tübingen sind nicht Gegner sondern unsere Partner bei der Durchsetzung eines neuen Albaufstiegs !

Gerd Recht, Lichtenstein

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