Donnerstag, 31. März 2016

Albaufstieg B 312 1971 – 2016 – 45 Jahre und es ist kaum was passiert!

Begonnen haben meine Überlegungen zu einem Albaufstieg bereits 1971 als neu zugezogener „Reutlinger“ (kam 1969 ins Schwabenland).
Ich war zu meiner ersten Wehrübung zur Heimatschutztruppe einberufen worden. Unsere Aufgabe im Ernstfall wäre gewesen die Bundesstraße B 312 von Metzingen bis Trochtelfingen zu sichern.
Da kam mir schon diese Idee des Albaufstiegs – meine Überlegungen gingen sogar soweit, dass diese Variante (von einer Variante 3 des RP wusste ich noch gar nichts) von der Stuhlsteige aus in direkter Linienführung auf die damalige Kaserne Haid geleitet werden könnte.
(Somit schon ein erster Gedanke einer Ortsumfahrung von Klein- und Großengstingen).

Des weiteren verweise ich auf Zeitungsberichte des Reutlinger General-Anzeigers

Abschriften

Samstag, 12. Juli 1986 Reutlinger General-Anzeiger
In einer Informationsveranstaltung in Unterhausen zum neuen Albaufstieg sagte -

Ein Günther Frick brachte den Unmut der meisten Lichtensteiner über diesen Vorschlag auf die einprägsame Kurzformel: >>Wenn die Straß' kommt mit 'nem Deckel, dann sind wir die Seckel<<.


Bereits am Freitag, 20. Juni 1997 im GEA zitiert:

Günther Frick, seit zwanzig Jahren in Lichtenstein wohnend, wiederholte sein Abneigung für die Trasse 1 und zitierte sich selbst aus der Bürgerversammlung '86' , weil sich nichts geändert hat: >>Wenn dui Straß kommt send mir dia Seggel<<. Frick will die Trasse << das Lippental hochführen<<, doch diese Variante steht nicht zur Debatte.


Freitag, 16. Oktober 2009 – Reutlinger General-Anzeiger

Albaufstieg – Günther Frick bringt eine neue Variante ins Spiel und fordert den Abschied von der Tunneltrasse

von UWE SAUTTER

>>Die Straße muss raus aus dem Tal<<

LICHTENSTEIN. Die Trasse 1 will er auf keinen Fall. Günther Frick, Gemeinderat (seit 1999) der FWV in Lichtenstein, bezieht eindeutige Position. Aufrütteln will er, Leben in die Diskussion über den Albaufstieg der B 312 bringen. Als erstes, sagt er, sollte der Lichtensteiner Gemeinderat seinen Grundsatzbeschluss für die Variante 7 c aufheben. Doch er fordert auch Einsehen auf der anderen Seite.
Seiner Meinung nach sollte sich das Regierungspräsidium von der Deckeltrasse durch Unterhausen (Variante 1) verabschieden. Danach müsste alles noch mal auf den Tisch, die verschiedensten Varianten für eine mögliche Straßenführung der B 312 auf die Alb diskutiert werden: >> Denn nichts ist mehr wie vor dreißig Jahren.<< Die Zusammensetzung des Verkehrs, seine Größenordnung – alles habe sich gewandelt: Zeit also für einen Neubewertung.
Dabei bringt Frick einen Streckenverlauf ins Spiel, der schon vor 25 Jahren mal verworfen wurde und den er jetzt kräftig modifiziert hat: Ab Hortense will er von der Ortsumfahrung Pfullingen aus in einem großen Bogen durch einen Einschnitt ins Lippental gelangen, dann mit einem etwa 800 (sind in Variant 3 RP 1.800 Meter) Meter langem Basistunnel unter dem Sättele und dem Wackerstein hindurch , um schließlich in ihrer ersten scharfen Kurve auf die Stuhlsteige zu treffen. Von dort an könnte seiner Meinung nach die Straße verbreitert und eine sogenannte Kriechspur oder Bergspur für LKW angelegt werden. Kurz vor dem Genkinger Steinbruch auf der Albhochfläche würde er dann in die L 230 einfädeln und den Verkehr über sie zum Kreisverkehr auf dem Traifelberg leiten.

Klares Votum für die Stadtbahn

Damit wäre eine zentrale Forderung erfüllt: >>Die Straße muss raus aus dem Echaztal.<< Die gründe dafür hat er schnell parat. Die Blechlawine dürfe nicht mehr durch das enge Tal rollen. Lärm und Abgase die Lebensqualität beeinflussen. Die Trasse 1 im Speziellen gefährde die Trinkwasserquellen im Echaztal. Sie versorgen immerhin Lichtenstein, große Teile Pfullingens und Reutlingens und Eningens. Der Bau der Deckeltrasse, das räumt sogar das Regierungspräsidium ein, könnte die Quellen zum Versiegen bringen.
Frick ist sich sicher, dass – trotz aller gegenteiligen Beteuerungen der Fachleute<< - die Deckeltrasse einer Regionalstadtbahn und einer eventuellen Wiederbelebung der Honauer Zahnradbahn im Wege steht. Und eine >>moderne und leistungsfähige Regionalstadtbahn<< werde sicher von den Bürgern angenommen, sagt er, und zur Entlastung des vom Verkehr gebeutelten Echaztal beitragen. Die Stadtbahn müsse kommen.

Hausgemachter Verkehr bleibt

Seine Variante fügt er an, würde auch das Tal vor jahrelangen Bauarbeiten und dem damit verbundenen Staub und Dreck bewahren. Gleichzeitig müssten auch die Hausbesitzer, die direkt an die Tunneltrasse angrenzen, nicht um die Standfestigkeit ihrer Häuser bangen. Dass seine Variante den Steuerzahler insgesamt auch noch billiger käme und deutlich weniger Landschaft verbrauchen würde, führte er noch an.
Also nur Vorteile für die Fricksche Variante? Nein, rund drei Kilometer (etwas mehr sind es doch) länger wäre dann die Fahrt vom Kreisverkehr Traifelberg nach Pfullingen. Allerdings glaubt Frick nicht, dass sich das auf die Fahrzeiten auswirken würde, bremsten doch sechs Fußgängerampeln, zwei Blitzer und parkende Autos in Lichtenstein den Verkehr heute schon aus. Diese Unannehmlichkeiten würden es auch verhindern, dass viele weiter aus Bequemlichkeit über Lichtenstein fahren würden. Den hausgemachten Verkehr, räumt Frick ein, würde sich durch seine Version nicht sehr vermindern, Holzelfinger und Traifelberger würden sicher weiter den gewohnten Weg nehmen.

Sperrung für schwere Lkw

Damit zumindest der Lkw-Verkehr nicht weiter auf der alten Route fahren könnte, wäre für Lastwagen mit mehr als 3,5 Tonnen (da müsste eigentlich auch 7,5 Tonnen stehen) eine Reglementierung notwendig. Die Holzelfinger Steige würde Frick für Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen ganz sperren.
Zeit, um über die neue Variante und die Trassenführung überhaupt zu diskutieren, gäbe es, fügt Frick an. Er sieht nicht die Gefahr , dass sich die Lichtensteiner jetzt verzetteln und dann bei der Entscheidung über den neuen Bundesverkehrswegeplan wieder leer ausgehen. Es gelte jetzt das Wort der Politiker einzufordern, die beim Spatenstich des Scheibengipfeltunnels ein Planungsrecht für die B 312 in Aussicht gestellt haben. Ein Gremium mit Vertretern des Regierungspräsidiums, der Lichtensteiner Verwaltung und Bürgern, sieht er als geeignet an, die Trassendiskussion nicht nur voran, sondern auch zu einem guten Ende zu bringen. (GEA)

Ich stehe als Lichtensteiner Bürger heute noch zu diesen Aussagen!


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